Etappe 5: Söderåsens Nationalpark - Jällabjär

Die Reise führt über viel genutzte Pfade und Wege durch den Nationalpark Söderåsen und durch Röstånga. Sie kommen an sagenumwobenen, mystischen Plätzen vorbei. Das Besucherzentrum naturum des Nationalparks können Sie auf eigene Faust oder im Rahmen einer Führung besuchen.

Kopparhatten, Söderåsen Nationalpark.<br />
                                    Foto: Sven PerssonFoto: Sven Persson, swelo.se
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Die Reise führt über viel genutzte Pfade und Wege durch den Nationalpark Söderåsen und durch Röstånga. Sie kommen an sagenumwobenen, mystischen Plätzen vorbei. Das Besucherzentrum naturum des Nationalparks können Sie auf eigene Faust oder im Rahmen einer Führung besuchen.

Natur

Auf dieser Etappe wandern Sie durch den zentralen Bereich des Nationalparks Söderåsen. In den Tälern treffen südliche, nördliche und westliche Arten aufeinander. Im Gebiet wurden fast 400 auf dem Boden und auf Bäumen lebende Pilzarten gefunden - eine im Vergleich mit anderen schwedischen Gebieten sehr hohe Zahl.
Auf dem Abhang bei Lierna bietet sich Ihnen eine fantastische Aussicht über Korsskär. Bald darauf steigen Sie zum Fluss Skärån ab. In dem wertvollen Gewässer leben Bachforelle, Elritze und Bachneunauge. Hier finden auch Mücken- und Libellenlarven ein Refugium.
Über Pfade und den alten Weg Offavägen gelangen Sie zum höchsten Punkt der Etappe und des Nationalparks: Kopparhatten. Von hier aus haben Sie eine wunderbare Aussicht auf das Tal und den Buchenwald.
Bald danach erreichen Sie den See Skärdammen und das Besucherzentrum, wo Ihnen auf einem Steg am Wasser und in einer Ausstellung viel Interessantes geboten wird.
Gehen Sie ein Stück auf dem fast senkrecht verlaufenden Pfad südlich des Sees und besuchen Sie Hjortsprånget, einen "aussichtsreichen" und "sagenhaften" Platz.
Der Weg führt Sie auch durch das leicht gewellte Tal Ugglerödsdalen, durch das Tal Nackarpsdalen und um den sagenumwobenen See Odensjön. Das Gewässer ist von artenreichen und mit Gesteinsbrocken übersäten Hängen umgeben.

Kulturgeschichte

Die ältesten Spuren im Gebiet sind Flurrelikte mit Steinhaufen und -streifen; sie gehen wahrscheinlich auf die Bronzezeit zurück.
Bis ins 18. Jahrhundert dominierte Buchenwald den Höhenzug. Aber die Rinder, die die Bauern hier weiden ließen, setzten den Bäumen schwer zu. Es dauerte nicht lange, bis einzig auf den Talhängen Wald mit erntereifem Holz stand. Noch heute können Sie Bäume erkennen, die in der Waldweidezeit in Mitleidenschaft gezogen wurden.
Man bestellte alle nutzbaren Flächen. Auf der Talsohle entstanden Mähwiesen, und das dort geerntete Heu transportierte man auf dem Rücken oder mit Hilfe von Ochsen oder Pferden aus dem Tal. Der Weg Offavägen, auf dem Sie nun wandern, erleichterte die Arbeit. Er wurde Anfang des 19. Jahrhunderts von Samuel von Offen angelegt.
Am Rand des Tals lagen die Höfe Lierna und Råröd. Diese wurden 1815 als die "im Hinblick auf den Ackerbau am schlechtesten weggekommenen Höfe dieses Kirchspiels" beschrieben. Einer der Kätner von Lierna schuftete so hart, dass er den Beinamen "Liaspöket" (Lia-Gespenst) bekam.
Skäralid und der See Odensjön wurden im 19. Jahrhundert beliebte touristische Ziele. Nach und nach entstanden hier ein Restaurant und ein Tanzplatz sowie später ein Hotel.
Röstånga ist als alte Reisestation bekannt, wo sich die Reisenden und deren Pferde ausruhen konnten. Die Anhöhe Jällabjär diente vor langer Zeit als Weideareal für die Dörfer Röstånga und Kolema.