Etappe 3A: Bökestad - Lerjevallen

Auf diesem Abstecher wandern Sie durch tiefen Wald, durch eine Schlucht und – wenn Sie Lust haben – durch ein verfallenes Dorf. Halten Sie Ausschau nach glitzernden Glimmerquarzitsteinen.

Foto: Johan Hammar
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Auf diesem Abstecher wandern Sie durch tiefen Wald, durch eine Schlucht und – wenn Sie Lust haben – durch ein verfallenes Dorf. Halten Sie Ausschau nach glitzernden Glimmerquarzitsteinen.

Natur

Von Bökestad her kommend, einem der am schönsten gelegenen Lagerplätze, wandern Sie auf einem schmalen Landstreifen zwischen zwei Seen. Auf bergauf- und bergabführenden Pfaden und Wegen gehen Sie weiter durch den Wald, wobei Sie immer wieder den Blick auf Felsblöcke und klare Seen genießen können.
Im Herzen des Gebiets erwarten Sie die Höhepunkte der Wanderung: Edellaubholzwald, kleine Bäche und die schmale Schlucht Kastagropen.
In der Umgebung können Sie Glimmerquarzitsteine finden, führt die Etappe doch über ein Band dieses Gesteins.
Auf dem letzten Stück zum Lagerplatz Lerjevallen gehen Sie auf einem Pfad und einem Weg durch Buchenwälder.

Kulturgeschichte

Früher wurden auf dem See Raslången riesige Mengen an Holz befördert. Das Holz wurde geflößt und von Ruderern gezogen.
Südwestlich des Råslangen lagen mehrere Steinbrüche, in denen Glimmerquarzit abgebaut wurde. Das Gestein lässt sich leicht in Scheiben zerteilen, aber nur schwer der Länge nach spalten. Es wurde für Sensenwetzsteine und Mühlsteine genutzt. Viele Treppenstufen und Zaunpfähle in der Region sind aus Glimmerquarzit. In weiterer Vergangenheit wurde das Gestein auch bei der Glasherstellung gebraucht. Im 16. und 17. Jahrhundert lagen in der Nähe zwei Glashütten.
Die Schlucht Kastragropen soll Wegelagerern als Schlupfwinkel gedient haben, und der Predikstolen (Kanzel) genannte Felsen wurde vom Schnapphahnanführer Lille Mats genutzt.
Östlich der Schlucht sind Überreste einer Wolfsgrube zu sehen, und im Westen liegt das ausgestorbene Dorf Spångabro. Hier auf dem Hügel finden Sie, zwischen Bäumen und Sträuchern, mehrere Ruinen der verfallenen Siedlung. Anfang des 20. Jahrhunderts standen hier 27 Höfe und Katen.