Etappe 20: Hålehall - Örlid

Forststraßen und ein respekteinflößender Königsweg führen Sie auf den Rücken des Hallandåsen. So weit das Auge reicht, breiten sich Wald und Weideflächen aus. Hier, im ehemaligen Grenzgebiet zwischen Dänemark und Schweden, leben die Geschichten von Befreiung und Niederlagen weiter.

Foto: Jenny Brandt<br />
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Forststraßen und ein respekteinflößender Königsweg führen Sie auf den Rücken des Hallandåsen. So weit das Auge reicht, breiten sich Wald und Weideflächen aus. Hier, im ehemaligen Grenzgebiet zwischen Dänemark und Schweden, leben die Geschichten von Befreiung und Niederlagen weiter.

Natur

Auf dieser Etappe folgen Sie Pfaden und Wegen am Südhang und auf dem Rücken des Hallandsåsen. Sie kommen durch das Erholungsgebiet Hålehall mit Bachschluchten und großen durchnässten Bereichen. Anschließend wandern Sie auf Forststraßen durch Kulturwald und auf einer Asphaltstraße auf den Rücken des Höhenzugs.
Bei Hulrugered passieren Sie naturnahe Weiden sowie eine alte Allmende, auf der viel Wacholder wächst. Flächen wie diejenige der ehemaligen Gemeindeflur entstanden infolge intensiver Beweidung, durch die der Boden ausgelaugt wurde. An kahlen Stellen konnten sich Wacholderpflanzen etablieren, wobei die Weidetiere durch das Abbeißen von Pflanzenteilen verhinderten, dass der Bewuchs überhandnahm.

Kulturgeschichte

Auf dem Pfad durch das Hålehall-Gebiet treffen Sie wiederholt auf Überreste von Katen. Bei einigen der alten Katenstellen finden sich Informationstafeln.
Einen Großteil der Etappe laufen Sie auf dem Königsweg, dem alten Reichsweg über den Höhenzug. Die Strecke wird Postridarens väg (Weg des Postreiters) genannt, und bei Simontorp kommen Sie am Postrånarstenen (Postraubstein) vorbei. Hier wurde der Postreiter der Norwegischen Post bei einem tödlichen Überfall um 1 680 Reichstaler beraubt.
Ein Stück weiter nördlich passieren Sie den Bach Käglebäcken, der in den Jahren 1645 bis 1658 die Reichsgrenze zwischen Dänemark und Schweden bildete. Der Legende nach soll Christina von Schweden über den Bach gesprungen sein mit dem Ausruf "Endlich bin ich frei und außerhalb Schwedens, wohin ich hoffentlich nie mehr zurückkehre". Damals schrieb man das Jahr 1654, und die Königin hatte gerade abgedankt.
In dieser Gegend wurden in den 1670er Jahren die Höfe, der Wald und die Zäune, die sich in Gewehrschussweite vom Weg befanden, dem Erdboden gleichgemacht. Der schwedische König wollte die Schnapphahnkompanie in den Griff bekommen, die den Rücken des Höhenzugs eingenommen hatte und hier ihr Unwesen trieb.